Balkonbepflanzung

Die Hauswirtschaft bereitet die Blumenkästen vor, während die Haustechnik diese auf die Appartements liefert.

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Von StiefmĂźtterchen bis Geranien: Unsere Balkon-Pflanzaktion

481 StiefmĂźtterchen und Hornveilchen. 24 Bellis. 17 Vergissmeinnicht.

278 Geranien, 57 Fächerblumen, 39 Lobelien und HusarenknÜpfchen, 54 Bornholmer, 113 Neu-Guinea und einfache Lieschen.

Das sind die Mengen, die wir dieses Jahr im März und Mai bei unseren Balkon-Pflanzaktionen fßr unsere Bewohner*innen gepflanzt haben. Im Jahr 2022 waren es im Sommer allein 601 Geranien, die durch unsere Hände gewandert sind. Jedes Jahr variieren die Mengen, je nachdem wie viele unserer Bewohner*innen Lust haben, sich die Kästen auf den Balkonen bepflanzen zu lassen und sich damit Farbe auf den Balkon zu holen.

Wir, dass ist die Hauswirtschaft des Wohnpark Kastanienhof. Und wir pflanzen bereits seit ‚Jahrzehnten‘! In den Anfangsjahren des Wohnparks übernahm noch eine externe Gärtnerei die Bepflanzung. Da sich der logistische Aufwand für den Betrieb jedoch nicht lohnte, hat die Hauswirtschaft diese Aufgabe übernommen.

Ich erinnere mich an meine ersten Jahre hier im Haus, Anfang der 2000er. Damals hatten wir noch keine Pflanztische, die fßr uns in der Tiefgarage aufgebaut wurden. Wir hockten oder knieten dort und haben alle Kästen auf dem Boden gepflanzt. Und es gab Zivildienstleistende, die die Kästen von den Bewohner*innen abholten und zurßckbrachten. Die Pflanzenauswahl war eingeschränkt: zum Frßhjahr gab es Stiefmßtterchen, zum Sommer Geranien, Margeriten und einfache Lieschen. Aber es gab auch noch nicht so viele Bewohner im Haus und die zu pflanzenden Mengen waren geringer als heute.

  • 2012 wurden im FrĂźhjahr fĂźr 20 Bewohner*innen 216 StiefmĂźtterchen, im Sommer fĂźr 29 Bewohner*innen insgesamt 297 Pflanzen gesetzt.
  • 2026 nahmen im FrĂźhjahr 56 Bewohner*innen, im Sommer 47 Bewohner*innen teil. Dabei haben wir 522, bzw. 490 Pflanzen gesetzt.

Nach dem Wegfall des Zivildienstes übernahm die Haustechnik den Transport der Balkonkästen. Der für die Außenanlage zuständige Kollege begleitet seitdem die Pflanzaktion. Pflanztische und Ablageflächen wurden gebaut, so dass wir heute ergonomisch und effizienter arbeiten können.

Die Vorbereitungen fßr die Pflanzaktionen beginnen ßbrigens bereits am Ende des Vorjahres mit der Terminabstimmung und Urlaubsplanung. Wochen vor den eigentlichen Pflanztagen werden die aktuellen Preise fßr Erde und Pflanzen von der Gärtnerei Kleensang, mit denen wir seit Jahren zusammenarbeiten, eingeholt. Auf dieser Basis kalkulieren wir dann unsere Preise, verfassen unser Angebot fßr das Rundschreiben und passen unsere Bestellzettel an.

Während frßher die Wßnsche einfach durch die Kolleginnen an der Rezeption in eine Liste eingetragen wurden, haben unsere Bewohner*innen heute die MÜglichkeit Ihre Bestellung, Wßsche und Zutritte ßber unsere Anmeldezettel mitzuteilen. Das sorgt fßr Transparenz und beugt Fehlern bei der Lieferung vor.

Wenn zum Bestellende die Anmeldungen vorliegen, können wir die Bestellungen auslösen, die genaue Terminplanung für die Bewohner machen und alle Teilnehmer informieren.  Und am ersten Pflanztag erwarten wir die Pflanzenlieferung mit Spannung: Ist alles dabei? Stimmen die Mengen? Wie sehen die Pflanzen aus? Werden alle zufrieden sein? Die Erwartungen sind verschieden: Für den einen ist die Pflanze zu groß, für den nächsten genau dieselbe Pflanze zu klein oder es ist ein Stiel zu dünn.

Auch das Wetter stellt uns immer wieder vor Herausforderungen. Ich erinnere mich an ein Jahr mit plÜtzlichem Kälteeinbruch. Da mussten die Kästen einen Tag vor dem Pflanzen in die Tiefgarage gebracht werden, damit sie auftauen konnten.

Und der optimale Zeitpunkt der Aktionen ist immer wieder Thema fĂźr Diskussionen – auch unter den Bewohner*innen. Während im FrĂźhjahr die Bepflanzung oft nicht frĂźh genug beginnen kann, wird der Sommertermin von einigen Parteien als zu frĂźh, von anderen zu spät empfunden.  Ich orientiere mich bei der Terminierung an meine langjährige Erfahrung und halte an den Eisheiligen Mitte Mai fest. Eine spätere Pflanzung im Juni erschwert zudem den Einkauf von Geranien: es ist dann tatsächlich schwierig Geranien in ausreichenden Mengen und Qualitäten zu bekommen. Und Geranien sind nach wie vor die am meisten nachgefragten Sommerblumen bei unseren Bewohner*innen. Heute bieten wir aber immer auch eine gute Auswahl anderer Pflanzen an, besonders gerne auch Insektenfreundliche.

Auch im nächsten Jahr werden wir wieder in der Tiefgarage stehen und fßr unsere Bewohner*innen pflanzen. In einem Meer von Blßten und Farben. Und ganz ehrlich, ich freue mich jetzt schon wieder darauf.

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