Cornelia Buchheister

Ein besonderes Vierteljahrhundert

Sie ist die Älteste im Kastanienhof – allerdings nicht nach Lebensjahren. Und doch gab es am 15. Juni 2026 ein besonderes Jubiläum. Cornelia Buchheister kann auf einen bedeutenden Lebensabschnitt zurückblicken: Vor 25 Jahren ist sie mit ihrem Mann Klaus in den Wohnpark Kastanienhof gezogen.

Ich erinnere mich noch genau an die gute Atmosphäre bei der Schlüsselübegabe. Und an vorangegangene, wenig verständnisvolle Kommentare von manchen Menschen aus unserem Umfeld. Davon haben wir uns aber nicht beirren lassen“, so Cornelia Buchheister im Rückblick. Heute ist das fünfundzwanzigjährige Jubiläum etwas Besonderes, damals war es der Zeitpunkt der Entscheidung. „Als wir eingezogen sind, waren wir die Jüngsten“, so die 88-Jährige.

Es gab eigentlich nichts, was das Paar drängte. Sie wollten allerdings rechtzeitig die Weichen stellen. Der Eintrag in die Wartedatei war ein erster Schritt. Denn sie hatten bei den Eltern miterlebt, welche Probleme sich ergeben können, wenn diese Entscheidung zu spät getroffen wird. „Das wollten wir nicht. Wir wollten damit zum einen unsere Söhne entlasten und zum anderen das Angebot des Kastanienhofs wirklich nutzen und genießen.

Als dann das Wunsch-Appartement frei wurde, fiel der Entschluss zum Einzug schnell, obwohl beide noch einen etwas anderen Zeitplan hatten. Der pragmatische Hintergrund dazu: Wer weiß, wann ein solches Angebot wieder kommt.

An unserem Lebensrhythmus änderte sich nach dem Einzug nichts. Das Auto zog mit ein, wir haben uns komplett selbst verpflegt und zu unseren bestehenden Kontakten im Haus neue geknüpft.

Dass sich Klaus und Cornelia Buchheister ein Leben in Gemeinschaft gut vorstellen konnten, lag sicher auch an den prägenden Erlebnissen, die sie schon seit jungen Jahren gemeinsam geteilt haben.

Geboren in Hannover, zeitweilig aufgewachsen im Kreis Schaumburg-Lippe und Hamburg, nahm die angehende Abiturientin 1954 an einem Camp für internationale Einsätze für Verständigung und Frieden teil. „Mein Mann war dort der Leiter. Über weitere Einsätze blieben wir in Kontakt.“ Der bekam mit der Zeit eine andere Dimension und stellte eine Weiche für Cornelia Buchheisters Lebens. Nach dem Abitur wurde 1957 geheiratet. Die junge Frau zog wieder nach Hannover, studierte, wurde Volksschullehrerin – und jüngste Klassenlehrerin im Schuldienst von Hannover. Nach der Geburt des ersten Sohnes 1960 gab es eine kurze Arbeitspause. Dank der weiterhin bestehenden internationalen Kontakte übernahm auch ein Au-pair die Betreuung mit. 1962 folgte der zweite Sohn, ein Umzug nach Lauenstein/Ith und 1972 der Einsatz in der dortigen Dorfschule.

Durch einen Ringtausch zurück nach Hannover, ergaben sich für Cornelia Buchheister dann ganz andere Umstände. Ihre Schüler in Limmer kamen aus verschiedenen Ländern. „In meiner Hauptschulkasse waren Kinder aus der Türkei, Portugal, Spanien, Griechenland und dem damaligen Jugoslawien. Da kamen mir die Erfahrungen durch meine internationale Arbeit sehr zugute.

Ihren letzten beruflichen Einsatz hatte Cornelia Buchheister dann an einer Lister Schule. Mit der Pensionierung ihres Mannes 1991 stieg sie aus dem Schuldienst aus.

Terrasse,-Gruppe-sitzend
Kochen
Fr. Buchheister
Frau-Buchheister-1
Frau-Buchheister-2
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Kochen
Fr. Buchheister
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Nun stand das gemeinsame Reisen im Mittelpunkt – wieder mit internationalem Hintergrund. „1991 waren wir für etliche Wochen in Nepal. Unser jüngerer Sohn hat dort in einem Entwicklungsteam gearbeitet. Ein Jahr später ging es mit einer internationalen Gruppe nach St. Petersburg, zum Einsatz in einem Kinderkrankenhaus. Ein Kontakt aus der damaligen Zeit besteht heute noch“, berichtet die Seniorin. Gern war das Paar mit dem VW Bulli auch in skandinavischen Gefilden auf Urlaubstour.

Nach den vielen Stationen und Erlebnissen konnten wir gut von unserem Haus in Buchholz Abschied nehmen und ganz selbstbestimmt Neues beginnen. Denn nicht nur unser Lebensrhythmus blieb. Auch unsere Möbel fanden im Kastanienhof ein neues Zuhause.

Ihr Appartement präsentierte das Paar gern Interessenten bei unzähligen Tagen der offenen Tür und individuellen Besichtigungsterminen und berichtete authentisch über die vielen Möglichkeiten und Angebote im Wohnpark. 2010 und 2013 bekam ihr Leben noch mehr Öffentlichkeit. Beide wirkten bei einer großen Foto- und Porträt-Aktion und auch beim ersten Wohnparkfilm mit, der zum Teil in ihrer Wohnung gedreht wurde. Zudem waren sie in zahlreichen Pressebeiträgen und im ersten Internet-Auftritt Gesichter der Residenz. Und bei Abenden der Begegnung geschätzte Gesprächspartner für Interessenten, die sich in die Wartedatei eingetragen hatten.

Auch in der Bewohnerschaft waren sie aktiv: im früheren Residenzbeirat. Ihr 2024 verstorbener Mann kurze Zeit als Mitglied, Cornelia Buchheister insgesamt 6 Jahre – anfangs ebenfalls als Mitglied, später als Vorsitzende.

Aus gesundheitlichen Gründen musste ich dann kürzertreten. Auch die Teilnahme am Residenz-Leben und an Veranstaltungen hat sich aus diesem Grund inzwischen verändert“, erzählt die Seniorin mit Bedauern. Lange Jahre hat sie das vielfältige Angebot rege genutzt, ist zum Schwimmen gegangen, war bei Musik-Welten, Ausflügen, Literatur-Veranstaltungen, Frauenrunden, Kellerbar-Abenden, und, und, und dabei. Einige Zeit hat sie auch selbst Vorträge gehalten. Doch nach wie vor besucht sie gern gesellige Runden, Konzerte und ausgewählte Vorträge. Und den Mittagstisch aus hauseigener Küche lässt sie sich inzwischen auch in der Gemeinschaft schmecken.

Im Rückblick ist ihr Statement kein anderes als vor einem Vierteljahrhundert:

Die Entscheidung war richtig. Zudem ist es nun umso beruhigender, dass ich im Fall des Falles auf vielfältige Unterstützung zugreifen kann.

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