Kastanie-Ausgabe-322

5/2026 Jahre älterer Mann ging dann auch in Pension. Nun stand das Reisen auf der Agenda des Paares. Gern ins nähere Bergland von München, wo eine der Töchter mit Familie wohnt, oder nach Südtirol zum Wandern. „Mitte der Neunziger dann unser erster Flug nach Mallorca. Wir sind gern im Frühjahr und im Herbst auf der Insel gewesen, 2016 das letzte Mal. Auch Griechenland war unser Urlaubsziel - im Haus unserer Tochter und des Schwiegersohns.“ Zwischenzeitlich kümmerte sich Ilse Bewig zudem um ihre Mutter, die mit 104 Jahren verstarb. Inzwischen ist Ilse Bewig in ihrem liebevoll eingerichteten Appartement gut angekommen – auch wenn sie da eher etwas zurückgezogen lebt. „Ich kann gut allein sein. Das war schon immer so. Meine Zeit verbringe ich gern mit Lesen. Anfangs habe ich pro Woche ein Buch aus der Wohnpark-Bibliothek gelesen. Kontakte habe ich bei den Mahlzeiten, die ich komplett aus der hauseigenen Küche nutzte. Ich habe in meinem Leben genug gekocht und Gäste bewirtet. Nun lasse ich mich umsorgen“, erzählt sie mit einem Lächeln. Zudem hat sie regelmäßigen familiären Kontakt zu ihren Kindern, Schwiegerkindern, Enkeln und zur Urenkelin. Und seit einiger Zeit hat sich auch eine bisher unbekannte Verbindung im Familiengeflecht aufgetan, berichtet die Seniorin zum Ende unseres Treffens. „Im vergangenen Herbst hieß es: Wir haben hier bald eine zweite Frau Bewig. Dann rief die Rezeption an und avisierte einen Besuch, der im Foyer auf mich wartete. Dort haben wir uns das erste Mal gegenübergestanden und sind so in Kontakt gekommen.“ Und von Renate Bewig, der spät entdeckten Verwandten, ist in einer der nächsten Ausgaben zu lesen. Einblicke Frau Bewig mit Ihrer Tochter Daniel Koch 9

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