4/2026 Begegnung Das Thema scheint nicht nur in Hannover präsent zu sein, sondern auch andernorts zuzunehmen. Doch vor der sprichwörtlichen Haustür und dem nahen Umfeld ist es nicht auszublenden: das, was im Alltag übrigbleibt. Und den Umgang damit handhaben Menschen offensichtlich sehr unterschiedlich. In regelmäßigen Abständen sind AhaTeams in der Nähe unseres nächsten Supermarkts im Einsatz, um neben den Glas- und Papiercontainern Klamotten, Mobiliar, gelbe Säcke, etc. zu entsorgen. Auch das, was nach den Einkäufen einiger Kunden in den Wagen übrigbleibt bzw. die im Stadtteil stehengelassenen Einkaufswagen verursachen bei mir bisweilen Kopfschütteln. Auch an anderer Stelle ein ähnliches Abfall-Szenario. So zog vor einigen Wochen ein engagierter Sammeltrupp mit blauen Säcken an unserer Stadtbahnlinie, die eine neue begrünte Anlage und Ampelübergänge erhalten hat, entlang. Die Menschen sammelte ein, was andere dort hingeworfen hatten. Inzwischen ist das Grün ordentlich gewachsen, die Menge an Müll dazwischen auch wieder. Auch der Bahnsteig bleibt davon nicht verschont, nebst dem nun geltenden Rauchverbot, um die Sauberkeit zu verbessern. Oft wurden die Kippen vor dem Einsteigen einfach auf den Boden geworfen. Einer solchen Szene wohnte ich kürzlich bei. Die Anzeige am Bahnsteig blendete das Verbot gut sichtbar ein. Einen jungen Mann schien das nicht zu interessieren. Die Wahrscheinlichkeit, dass er nicht Lesen könne, schied aus, da er sich am Ticketautomat zu schaffen machte. Auf den Hinweis des Rauchverbots bekam ich ein: „Keep cool Alte“ zu hören. Das Thema Müll scheinen einige Zeitgenossen offensichtlich so zu interpretieren, dass das, was sie nicht mehr brauchen, einfach von ihnen abfällt. Dass es auch anders geht, war in der Schweiz zu erleben. Von der Sauberkeit dort waren wir schwer beeindruckt. Vielleicht bin ich altmodisch, aber für mich gehört es sich auch nicht, wenn man beim letzten Ton des Orchesters aufspringt, um den Saal zu verlassen. Nur gut, dass es auch andere Konzertbesucher gab, die frenetischen Beifall spendeten. Und Symphoniker, die das gern mit zwei Zugaben honorierten. AbFall 13 Constanze Wolf Constanze Wolf
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