6/2026 Bruder in den letzten Monaten des Krieges gewohnt habe. Vorher waren wir uns nie begegnet. Nun haben wir regelmäßig Kontakt.“ So nah das jetzige Zuhause der beiden Frauen beisammen liegt, so unterschiedlich sind dagegen ihre Lebensgeschichten. Begonnen haben allerdings beide in Hannover, verknüpft mit den Widrigkeiten und den Folgen des Krieges. 1937 geboren, begann für Renate Bewig eine Schulzeit, die sehr wechselvoll war. Da gab es auch mal eine einjährige Auszeit wegen der Bombenangriffe und der Zerstörung der Schulgebäude. Später folgten sogenannte Notklassen. „Ab 1948 habe ich dann die Oberschule für Mädchen, die Wilhelm-Rabe-Schule in der Südstadt, besucht – mit Schicht-Unterricht: morgens die Mädchen, nachmittags die Jungs oder umgekehrt.“ Auch ihre familiäre Situation war nicht einfach. Mit drei Jahren starb ihr jüngerer Bruder. Drei Jahre später, 1950, ihr Vater. „Dazu kam, dass ich mich auf der Mädchenschule nicht wirklich wohl fühlte, weil der Unterricht naturgemäß auf das Erreichen des Abiturs zugeschnitten war. Ich verließ die Schule und besuchte die zweijährige Städtische Handelsschule. Daneben ging es an jedem Samstag ein Jahr lang in die Städtische Hauswirtschaftsschule Im Moore (die Pudding-Akademie) - damals für Mädchen Pflicht“, so Renate Bewigs Blick zurück. Als ausgebildete Stenotypistin startet sie den Einstieg ins Berufsleben bei der Niedersächsischen Landesbank. 1957 verabschiedete sich die junge Fau für einige Zeit von Hannover und brach nach Schweden auf. „Ich habe mich selbst darum beworben und in Einblicke Alte Freunde aus Schweden Frau Bewig mit 21 Jahren 7 i Mitmachen! Wie sind Sie in den Kastanienhof gekommen? Seit wann leben Sie hier? Wie lautet Ihre Geschichte? In der Kastanie, wollen wir die Geschichten unserer Bewohner*innen erzählen und nach und nach in den folgenden Ausgaben wiedergeben. Bitte sprechen Sie Herrn Koch diesbezüglich an.
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