5/2026 nen Menschen mit einer Demenzerkrankung. Die meisten von ihnen sind an der Alzheimer-Krankheit erkrankt. Jedes Jahr kommen etwa 440.000 Neuerkrankungen hinzu. Bis zum Jahr 2050 wird die Zahl der Menschen mit Demenz im Alter von über 65 Jahren auf 2,4 bis 2,8 Millionen ansteigen. Mit zunehmendem Alter steigt auch das Risiko, pflegebedürftig zu werden. Während bei den 70- bis 74-Jährigen rund 9 % pflegebedürftig sind, liegt die höchste Pflegequote bei den über 90-Jährigen – hier sind es bereits 82 %. Ich fasse diese Zahlen kurz zusammen: Wir leben immer länger. Deshalb wird auch die Zahl der Menschen, die auf Pflege angewiesen sind, weiter steigen. In den kommenden Jahren wird die Zahl der hochbetagten und damit pflegebedürftigen Menschen deutlich zunehmen. Gleichzeitig macht uns die Politik mit dem vorgeschriebenen Personalschlüssel und der Fachkraftquote von 50 % strikte Vorgaben für den quantitativen und qualitativen Personaleinsatz. Das bedeutet, dass wir künftig noch mehr Personal benötigen. Bereits heute haben 24 % der in der Altenhilfe Beschäftigten keinen deutschen Pass. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln könnten in der stationären Pflege bis zum Jahr 2035 rund 307.000 Pflegekräfte fehlen. Ist mehr Personal in der Altenhilfe allein die Lösung? Nein. Wir brauchen neue Konzepte, zusätzliche Berufsgruppen, mehr Prävention und einen konsequenten Einsatz neuer Technologien. Angesichts dieser Prognosen und der verabschiedeten Reform kann ich nur an alle Seniorinnen und Senioren appellieren: Kümmern Sie sich frühzeitig um Ihren Pflegegrad. Am 2. Juli habe ich zu diesem Thema einen Vortrag gehalten. Viele Interessierte kamen – allerdings hatten nur etwa die Hälfte der anwesenden Bewohnerinnen und Bewohner ohne Pflegegrad die Gelegenheit genutzt. Gerade sie sollten sich möglichst früh mit diesem Thema beschäftigen. Rückblick 26 Robert Dabrowski
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