Kastanie-Ausgabe-322

5/2026 Bemerkenswert Der Stoff taucht inzwischen allerorten auf. Im Bundestag wurde er schon genauso nachgewiesen wie im Abwasser von Hannover. Und hier beschäftigt er mit dem Skandal um einen Staatsanwalt, der einer international operierenden Drogenbande Informationen weitergereicht hat, Justiz und Gesellschaft. Genau um den Stoff geht es in „Tödlicher Hafen – Kokainküste“ von Wolfgang Hänel und Ulrike Gerold, erschienen bei Ullstein. Die Hannoveraner Autoren hatten gerade mit der Arbeit zu ihrem Krimi angefangen, als der Fall aus der Landeshauptstadt ins Rollen kam – und aus dem wahren Leben laut des Schriftstellerpaares etliches zum Inhalt des Buches beigetragen hat. Die Geschichte rankt sich um das eingespielte Ermittlerpaar Lea Ulrichs und Jan-Ole Menken der Hamburger Zollfandung. Sie werden gleich zum Auftakt mit einer toten Kapitänin konfrontiert – und einer abhanden gekommenen Kokainlieferung. Der Krimi nimmt seinen Anfang auf dem riesigen Hafengebiet mit den gigantischen Mengen an Containern, das Kriminelle mit ihren Machenschaften längst in ihre Hand gebracht haben. Bei ihrer Recherche stoßen die Fander auf ein gefährliches Netzwerk, das den europäischen Drogenmarkt aufrollen will. Dabei geht es hart zur Sache. Ein verdeckter Ermittler verschwindet. Und ein Toter liegt plötzlich vor ihrer Haustür. Das lässt nur einen Schluss zu: Die Ermittler werden beobachtet, die Kriminellen sind ganz in ihrer Nähe. Und noch etwas wird deutlich: Die Spur der Machenschaften führt bis in die höchsten Ränge der Behörden. Die Autoren planen weitere Geschichten. Im zweiten Band soll es um Tierschmuggel gehen – inzwischen auch ein einträgliches Geschäft. Tödliche Fracht 12 Constanze Wolf

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