1/2026 „Die Bilder in den Fluren wirken etwas ausgeblichen und könnten mit neuen Motiven mal phantasievoll neu gestaltet werden! Das ist doch ein absoluter Minuspunkt!“ pries ich als rettende Idee. „Das ist eine banale Spitzfindigkeit und würde mich bestimmt nicht vom Einzug abhalten“ entgegnete sie etwas unwirsch. Ich machte einen letzten Versuch mit dem Hinweis, den Kastanienhof nicht zu positiv zu beschreiben, denn mit jeder guten Beschreibung würden sich mehr Leute dafür interessieren, die Warteliste würde immer länger werden und wir würden selbst immer länger warten müssen, wenn wir einziehen wollten. Aber dieser zugegeben etwas egoistische Grundgedanke kam bei ihr ebenfalls nicht gut an und veranlaßte sie zu der Feststellung, daß man sich deshalb am besten ohne Verzug sofort anmelden sollte. Ich war nicht mehr überrascht und kann als Fazit unseres Probewohnens festhalten: man kann beliebig viele Argumente für oder gegen ein „Domicil“, ein „Wohnstift“, eine „Residenz“ oder einen „Wohnpark“ sammeln, letztlich entscheidet immer neben dem wichtigen „Finanzgefühl“ so eine Art „Bauchgefühl“, ob man sich anmeldet und sicher sein kann, daß man sich eines Tages wohlfühlen wird. Unser Bauchgefühl hat sich eigentlich schon entschieden, nur der Kopf muß noch etwas mit einbezogen werden, aber beide sagen uns ganz klar: „Lieber Herr Koch, bitte tragen Sie uns in Ihre Warteliste ein. Noch nicht 2026, aber ab 2027 können Sie uns gern anrufen“. Dann werden sich Bauch und Kopf geeinigt haben. Probewohnen Karin und Wolfgang Höppner Privat 19
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